Geschichte TEM

Die Entstehungsgeschichte der „Traditionelle Europäische Medizin“
Diese Bilder sind vom Internet, sollen wir sie verwenden?
 

Ca. 4500 vor Christus:

Man wand erste Hinweiße, dass Schwitzbäder in Erdlöchern, Höhlen und/oder Zelten durchgeführt wurden.
 
Ca. 1500 vor Christus:
In Ägypten wurde heißer Nilschlamm für Packungen verwendet.
In Griechenland wurden bereits Bäder in Badewannen durchgeführt.
 
Ca. 500 – 400 vor Christus
Hippokrates wird als berühmtester Arzt der Antike und als Vater der Medizin bezeichnet. Nach Hippokrates besteht der Mensch aus den vier Grundstoffen Luft, Feuer, Wasser und Erde. Er übernimmt damit die Aristotelische Theorie, dass alles aus diesen vier Elementen bestehe. Darauf aufbauend kommt er zu dem Schluss, dass der Mensch nicht nur aus einem einzigen Saft, nämlich aus Blut besteht, sondern aus Blut, Schleim, schwarzen und gelben Gallensaft besteht. Es müssen vier Säfte im Körper vorhanden sein, die er in seiner Säftelehre in das Gesamtschema einfließen lässt. Hippokrates sieht den Ursprung der Krankheiten in der Wirkungskraft der vier Säfte. Er beschreibt eingehend die Wirkung von Wärme- und Wasserbehandlungen.
 
Ca. 1200 vor Christus – 1. Jahrhundert
Die Kelten waren das führende Kulturvolk in Europa, sie lieferten die Grundlagen der europäischen Bauern- und Volkskultur, die sich teilweiße bis heute erhalten haben.
Sie kannten schon Dampf-, Schwitz-, und Heilkräuterbäder.
 
Ca. 1000 vor Christus -3. Jahrhundert
Erste Badehäuser und Thermen entstanden im römischen Reich. Die römischen Ärzte übernahmen viele medizinische Grundkenntnisse der Griechen und bauten die Bäderheilkunde systematisch aus. In Nebenräumen der Badehäuser wurden Massageräume gebaut.
 
129 - 199
Galen (Griechischer Arzt tätig in Rom) befasste sich mit der Wirkung von heißen Schlammpackungen, bei chronischen und entzündlichen Erkrankungen.
Er legte die Wirkung der vier Säftelehre den verschiedenen Temperamenten zugrunde: Sanguiniker wird durch das Blut mit den Grundqualitäten feucht und warm beherrscht. Phlegmatiker beherrscht der feuchte und kalte Schleim die seelische Besonderheit des Körper.
Melancholiker steht unter dem Einfluss der trockenen und kalten schwarzen Galle; der Choleriker unterliegt der Wirkung der trockenen und warmen gelben Galle.
 
Ca. 8. Jahrhundert
Es entstand die abendländische Klostermedizin, mit Baderäumen. Als Maßnahme der Buse, gab es ein Badeverbot, ebenso an Festtagen und in der Fastenzeit.
Die Germanen kannten bereits kalte Fußbäder.
 
1098 – 1179
Die Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Hildegart von Bingen schuf ein Natur- und
heilkundliches Werk, das heute zu den bedeutendsten Zeugnissen der so genannten Klostermedizin zählt. Neben heilsam wirkenden Medikamenten aus Mineralien und Tiersubstanzen nehmen die pflanzlichen Mittel mit etwa 300 Arten den größten Raum ein.
 
12 – 14. Jahrhundert
In Arabien wurden die traditionellen, römischen Bäder übernommen.
 
1493 – 1541
Paracelsus bezog die Umwelt und Psyche in seine Diagnosen mit ein und betrachtete Krankheiten ganzheitlich, das heißt er versuchte, die Ursachen zu behandeln anstatt nur die Symptome. Er arbeitete unter anderem mit Heilpflanzen, Edelsteine und Bädern.
Zitat von Paracelsus:"All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist."
 
Ab den 16. Jahrhundert
Es entwickelten sich erste Bade-(kur)orte mit den Hauptelementen: Badestuben, Diätistik, Luftbäder und Wasser Trinkkuren.
 
1669 – 1773
Johann Hahn und Sohn empfehlen feuchte Umschläge bei reduzierter Kraft. Sie wurden auch „Wasserhähne“ genannt. Die Schriften von Hahn`s waren wohl auch für Prießnitz und Kneipp ein wichtiger Anstoß für ihre eigenen Erkenntnisse und Heilverfahren.
 
1799 - 1851
Vinzenz Prießnitz war Bauer und durch seine Naturbeobachtungen entwickelte er seine eigenen Behandlungen. Er nannte bereits 56 verschiedene Anwendungsformen des Wassers, davon 18 Wickelanwendungen.
 
1800 - 1856
Johannes Schroth entwickelt die Schrothkur, die noch heute durchgeführt wird. Das Prinzip seiner Kur beinhaltet feuchte Schwitzpackungen in Verbindung mit einer gezielten Ernährungstherapie.
 
1821 – 1897
Sebastian Kneipp gründete die Kneipptherapie, die beinhaltet die 5 Säulenlehre: Ordnungs-, Ernährungs-, Bewegungs-, Hydro- und Phytotherapie.
 
1900
Es entstanden die ersten Naturheilbewegungen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr etablierten.